Kreta Urlaub: Ist der Norden oder Süden besser?

Mein erster und bisher einziger Kreta Urlaub liegt jetzt schon gut eineinhalb Jahre zurück. Nach meinem Bericht über einen Tagesausflug nach Spinalonga, habe ich mich im Vorfeld der Reise gefragt: ist der Norden oder der Süden jetzt schöner? Meine Eindrücke von der 250 Kilometern langen und 50 Kilometer breiten griechischen Insel.

Touristenhochburgen im Norden

Kreta Urlaub

Die Antwort auf diese Frage ist natürlich komplett subjektiv. Denn: was ist jetzt besser? Grundsätzlich gilt: Wer sich für einen Kreta Urlaub entscheidet, der wird meistens im Norden fündig. Rund um die Hauptstadt Heraklion gibt es an der Küste viele Orte, die vom Tourismus geprägt sind und in denen man tolle Strände findet. Im Süden hingegen sieht es anders aus. Hier gibt es deutlich weniger Touristen und auch eine Küstenstrecke gibt es aufgrund der Berge hier nicht. Die Frage ist: Was will ich eigentlich auf Kreta?

Für uns war klar: Kreta steht vor allem in den Sommermonaten für Badeurlaub und dieser findet deshalb vor allem an der Nordseite der Insel statt. Hier sind die Wellen vom europäischen Festland kommend relativ hoch und die warmen Temperaturen werden durch den frischen Wind abgeschwächt. Auch Temperaturen über 30 Grad fühlen sich hier noch angenehm an. Da man hier entsprechend viele Restaurants und kulturelle Angebote hat, war für uns klar: es geht in den Norden, besser: nach Chersonissos. Rund 25 Kilometer von der Hauptstadt Heraklion entfernt. Von hier aus ist man schnell in der Hauptstadt, in Knossos und hat sehr gute Verkehrsanbindungen in alle Teile der Insel. Punkt für den Norden. Doch ist der Norden Kretas wirklich die bessere Hälfte zum Baden?

Baden im Norden oder Süden?

Kreta Südküste

Auch hier ist die Antwort wieder sehr subjektiv. Was ist das bessere Baden oder Schwimmen? Ich persönlich bin ein Fan von ruhigerem Wasser. Im Norden Kretas gibt es sicherlich einige Buchten, die wir in unserem Urlaub aufgrund der Größe Kretas nicht entdeckt haben. Trotzdem wollten wir schauen, wie das Meer auf der Südseite ist – fernab vom Massentourismus.

Mit einem Mietwagen und unseren Badesachen ging es für einen Tag in den Süden Kretas – über die vielen Berge der Lassithi-Hochebene. Der Ausblick von den Bergen auf die Südküste Kretas ist von hier oben wirklich fantastisch.

Unten angekommen, merkt man beim Fahren durch die vielen Ortschaften, dass hier so gut wie keine Touristen anzutreffen sind. Wir entscheiden uns für einen kleinen Sandstrand an der Straßenseite. Aus dem vollklimatisierten Auto ausgestiegen, fällt uns direkt etwas auf: Die warme Mittagssonne ist hier viel stickiger und heißer als im Norden. Während einem im Norden der Wind kühlt, ist hiervon im Süden nichts zu merken. Die Wärme Afrikas ist bis zur Südseite Kretas zu spüren. Einen Sandstrand gibt es hier auch, ins Mittelmeer hinein vermischt er sich aber mehr mit Kieselstein. Das Wasser ist glasklar und total ruhig. Keine Wellen, kein Wind wie an der Nordküste. Wer ruhiges Schwimmen im Mittelmeer liebt, der ist an der Südküste definitiv richtig aufgehoben. Punkt für den Süden.

Kreta Urlaub

Mein Fazit

Ich würde immer wieder einen Kreta Urlaub in den Norden buchen zu den Touristenhochburgen. Hier kann man abends noch weggehen, etwas einkaufen oder Ausflüge unternehmen. Von hier aus kommt man vor allem mit einem Mietwagen in rund einer Stunde auf die Südseite der Insel und kann dort das andere Klima und Wasser genießen. Die Südküste punktet bei mir vor allem durch die Ruhe und das ganz andere Klima. Was meinst Du? Ist eher der Norden oder der Süden Dein Favorit?

 

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