Hadrian’s Wall besuchen: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten entlang der berühmten Römermauer
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Northumberland hat mich auf meiner Reise immer wieder überrascht. Während viele Besucher vor allem wegen Bamburgh Castle, der beeindruckenden Küste oder der Stadt Newcastle in die Region kommen, stand für mich noch ein weiterer Ort auf der Liste: Hadrian’s Wall. Die berühmte Römermauer gehört zu den bekanntesten historischen Sehenswürdigkeiten Großbritanniens und zieht jedes Jahr Besucher aus aller Welt an.
Trotzdem muss ich zugeben, dass ich vor meiner Reise nur eine grobe Vorstellung davon hatte, was mich dort erwarten würde. Natürlich wusste ich, dass die Mauer vor fast 2.000 Jahren von den Römern errichtet wurde. Ich wusste auch, dass sie sich quer durch Nordengland zieht. Wie beeindruckend die Landschaft rund um den Hadrianswall tatsächlich ist, war mir allerdings nicht bewusst.
Unsere Reise fand im Dezember statt. Wir waren zuvor ganz im Norden von Northumberland unterwegs und fuhren anschließend Richtung Hadrian’s Wall. Erst während dieser Fahrt wurde mir bewusst, wie groß die Region eigentlich ist. Alleine die Anreise dauerte deutlich über zwei Stunden. Vom nördlichsten Bereich Northumberlands bis in die Gegend des Hadrianswalls fährt man länger, als viele Menschen vermutlich erwarten würden.
Gerade im Winter ist das wichtig zu wissen. Die Tage sind kurz, die Sonne geht früh unter und man muss seine Route entsprechend planen. Rückblickend hätte ich für Hadrian’s Wall gerne mehr Zeit gehabt. Trotzdem hat bereits dieser kurze Besuch gereicht, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.
In diesem Artikel zeige ich dir, warum sich ein Besuch am Hadrianswall lohnt, welche Sehenswürdigkeiten du dir anschauen solltest und warum die Landschaft für mich fast noch beeindruckender war als die berühmte Mauer selbst.
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Mein Tipp: Auch wenn du normalerweise kein großer Fan von Geschichte bist, solltest du Hadrian’s Wall nicht nur als historische Sehenswürdigkeit betrachten. Für mich war es vor allem die Kombination aus Geschichte, Landschaft und Atmosphäre, die den Besuch so besonders gemacht hat.
Warum sich ein Besuch am Hadrianswall lohnt
Hadrian’s Wall gehört zu den bekanntesten Bauwerken Großbritanniens. Die Mauer wurde unter dem römischen Kaiser Hadrian errichtet und sollte die Nordgrenze des Römischen Reiches sichern. Heute zählt sie zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist eines der bedeutendsten römischen Bauwerke Europas.
Doch ehrlich gesagt war es nicht die Geschichte allein, die mich beeindruckt hat. Vielmehr war es die Tatsache, dass man hier mitten durch eine wunderschöne Landschaft läuft und dabei auf Überreste trifft, die seit fast zwei Jahrtausenden existieren. Es gibt nur wenige Orte in Europa, an denen Geschichte so greifbar wird. Als ich die alten Steine berührte, musste ich unweigerlich daran denken, dass bereits vor rund 2.000 Jahren Menschen genau an dieser Stelle standen. Soldaten, Händler und Reisende haben dieselben Steine gesehen, dieselben Wege genutzt und dieselbe Landschaft betrachtet. Genau dieses Gefühl macht Hadrian’s Wall aus.
Hinzu kommt die landschaftliche Kulisse. Grüne Hügel, weite Wiesen, Schafe auf den Weiden und kleine Steinmauern prägen das Bild. Wer typisch britische Landschaften liebt, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Für mich gehört Hadrian’s Wall deshalb zu den Orten, die man während einer Reise durch Northumberland mindestens einmal gesehen haben sollte.
Mein Tipp: Versuche möglichst nicht direkt mit hohen Erwartungen anzureisen. Die Mauer ist an vielen Stellen kleiner als man sie sich vorstellt. Ihre Wirkung entfaltet sie vor allem durch die Umgebung und die Geschichte dahinter.



Mein erster Eindruck von Hadrian’s Wall
Ich hatte vor meinem Besuch ein ganz bestimmtes Bild im Kopf. Irgendwie stellte ich mir eine deutlich höhere und massivere Mauer vor. Vielleicht lag das an Filmen oder Dokumentationen. Tatsächlich ist Hadrian’s Wall an vielen Stellen deutlich niedriger, als ich erwartet hatte. Überrascht war ich allerdings davon, wie viel überhaupt noch erhalten ist.
Wenn man bedenkt, dass die Mauer vor fast 2.000 Jahren gebaut wurde, ist der Erhaltungszustand wirklich beeindruckend. An einigen Stellen kann man die Struktur der Steine noch sehr gut erkennen und bekommt ein Gefühl dafür, wie gewaltig dieses Bauprojekt damals gewesen sein muss. Besonders beeindruckend fand ich jedoch die Atmosphäre.
An vielen Orten sieht man heute moderne Gebäude, Straßen oder Industrieanlagen. Hier war das anders. Rund um die Mauer blickt man überwiegend auf Natur. Dadurch fällt es erstaunlich leicht, sich in eine andere Zeit hineinzuversetzen. Für einen Moment hatte ich tatsächlich das Gefühl, in die Vergangenheit zu reisen. Genau das macht den Reiz von Hadrian’s Wall aus. Es geht nicht nur darum, eine alte Mauer anzuschauen. Es geht darum, Geschichte zu erleben und sich vorzustellen, wie dieser Ort vor vielen Jahrhunderten ausgesehen haben könnte.
Mein Tipp: Plane genügend Zeit ein, um nicht nur die Mauer selbst zu sehen. Die Landschaft rund um den Hadrianswall gehört für mich zu den eigentlichen Highlights des Besuchs.
Die Landschaft rund um Hadrian’s Wall
Wenn ich heute an Hadrian’s Wall zurückdenke, denke ich zuerst an die Landschaft. Das mag überraschend klingen, schließlich ist die Mauer die eigentliche Hauptattraktion. Doch die Umgebung hat mich mindestens genauso beeindruckt. Die Gegend rund um den Hadrianswall ist deutlich hügeliger, als ich erwartet hatte. Während der Norden Northumberlands eher weitläufig und offen wirkt, geht es hier ständig auf und ab. Genau diese Hügel machen den besonderen Reiz der Region aus. Immer wieder eröffnen sich neue Ausblicke.
Mal blickt man über grüne Wiesen, mal über weitläufige Täler. Dazwischen verlaufen kleine Straßen, die sich durch die Landschaft schlängeln. Überall stehen Schafe auf den Weiden und zahlreiche Steinmauern teilen die Felder voneinander ab. Für Fotografen ist das ein Traum. Viele Motive wirken wie aus einem britischen Reisekatalog. Man fährt durch die Landschaft und entdeckt hinter jeder Kurve neue Fotomöglichkeiten.
Besonders gefallen haben mir die einsamen Straßen. Immer wieder ergeben sich Perspektiven, bei denen sich die Straße durch die hügelige Landschaft zieht und am Horizont verschwindet. Kombiniert mit den dunklen Wolken unseres typischen britischen Winterwetters entstanden dadurch sehr stimmungsvolle Bilder. Wer typisch britische Landschaften sucht, wird rund um Hadrian’s Wall definitiv fündig.



Housesteads und die schönsten Aussichtspunkte
Während meines Besuchs konzentrierte ich mich vor allem auf die Gegend rund um Housesteads. Das liegt nicht zuletzt daran, dass wir nur begrenzt Zeit hatten. Trotzdem hatte ich schnell das Gefühl, einen guten Eindruck von Hadrian’s Wall bekommen zu haben. Rund um Housesteads gibt es mehrere Stellen, an denen man die Mauer besonders schön über die Hügel verlaufen sieht. Genau diese Perspektiven kennt man häufig von Fotos oder Reiseführern.
Besonders beeindruckend fand ich einen kleinen Aussichtspunkt oberhalb der Mauer. Von dort blickt man über die umliegende Landschaft und erkennt sehr gut, wie sich die Römermauer an die natürlichen Gegebenheiten angepasst hat. Die Mauer folgt den Hügeln und verläuft teilweise spektakulär entlang der Höhenzüge. Dadurch entstehen genau die Bilder, die Hadrian’s Wall so berühmt gemacht haben. Auch wenn man sich nicht für Geschichte interessiert, lohnt sich allein dieser Ausblick. Die Kombination aus Natur, Weite und den historischen Überresten ist wirklich außergewöhnlich.
Das Besucherzentrum selbst habe ich übrigens nicht besucht. Daher kann ich nicht beurteilen, ob sich ein Besuch dort lohnt. Vom Aussichtspunkt auf dem Dach hätte ich mir persönlich vermutlich keinen großen Mehrwert versprochen. Die wirklich spektakulären Perspektiven findet man meiner Meinung nach draußen in der Landschaft. Deshalb würde ich immer empfehlen, die Zeit lieber entlang der Mauer zu verbringen.
Mein Tipp: Auch wenn du nur wenig Zeit hast, solltest du unbedingt einen der Aussichtspunkte in der Nähe von Housesteads besuchen. Dort bekommst du die klassische Postkartenansicht des Hadrianswalls.
Wandern entlang von Hadrian’s Wall
Schon nach wenigen Minuten wurde mir klar, warum Hadrian’s Wall bei Wanderern so beliebt ist. Überall waren Menschen unterwegs. Einige machten nur einen kurzen Spaziergang, andere wirkten so, als würden sie längere Etappen entlang des Hadrian’s Wall Path zurücklegen. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Man kann einzelne Aussichtspunkte besuchen, mehrere Stunden wandern oder sogar ganze Mehrtagestouren unternehmen. Genau deshalb würde ich bei einer zukünftigen Reise deutlich mehr Zeit einplanen.
Ein halber Tag reicht zwar aus, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Wer die Region wirklich erleben möchte, sollte mindestens einen ganzen Tag einplanen. Noch besser wären vermutlich zwei Tage. Dann hätte man ausreichend Zeit, verschiedene Abschnitte der Mauer zu erkunden, weitere historische Stätten zu besuchen und die Landschaft intensiver zu erleben.
Gerade die Kombination aus Bewegung und Geschichte macht den besonderen Reiz aus. Während man über die Hügel wandert, begleitet einen die Mauer immer wieder. Mal liegt sie direkt neben dem Weg, mal verschwindet sie hinter einer Kuppe, bevor sie wenig später wieder auftaucht. Selbst auf den kurzen Abschnitten, die ich gesehen habe, wurde schnell deutlich, warum viele Besucher mehrere Tage entlang des Hadrianswalls unterwegs sind. Rückblickend ist das wahrscheinlich mein größter Fehler gewesen: Ich habe zu wenig Zeit eingeplant.
Mein Tipp: Selbst wenn du kein passionierter Wanderer bist, solltest du zumindest ein kleines Stück entlang der Mauer laufen. Erst dann entfaltet dieser Ort seine besondere Wirkung.



Hadrians Wall fotografieren
Wer Northumberland besucht und sich für Natur, Geschichte oder Fotografie interessiert, sollte Hadrian’s Wall definitiv nicht nur als kurzen Zwischenstopp betrachten.
Hadrian’s Wall ist für Fotografen ein faszinierender Ort. Das liegt nicht nur an der historischen Mauer selbst, sondern vor allem an der Landschaft, die sie umgibt. Während meiner Northumberland-Reise hatte ich überwiegend mein 16–35-mm-Weitwinkelobjektiv im Einsatz. Gerade bei den klassischen Ansichten entlang der Mauer macht das absolut Sinn. Die Hügel, die geschwungenen Wege und die langen Linien der Mauer kommen mit einem Weitwinkel besonders gut zur Geltung. Viele meiner Lieblingsbilder entstanden genau auf diese Weise. Man kann die Mauer als führende Linie nutzen und den Blick des Betrachters durch das Bild führen. Gleichzeitig bekommt man die beeindruckende Weite der Landschaft mit auf das Foto.
Allerdings habe ich immer wieder auch auf mein 70–200-mm-Teleobjektiv gewechselt. Das mag zunächst überraschend klingen, doch gerade entlang des Hadrianswalls ergeben sich viele Situationen, in denen längere Brennweiten hervorragend funktionieren. Schafe auf den Weiden, einzelne Steinmauern oder interessante Strukturen in der Landschaft lassen sich damit wunderbar hervorheben. Besonders gefallen haben mir Motive, bei denen Schafe im Vordergrund standen und die hügelige Landschaft im Hintergrund langsam auslief. Genau solche Details machen für mich den Charme britischer Landschaftsfotografie aus.
Mein Tipp: Nimm unbedingt sowohl ein Weitwinkel- als auch ein Teleobjektiv mit. Die Landschaft wirkt auf den ersten Blick weitläufig, bietet aber überraschend viele Details, die sich hervorragend mit längeren Brennweiten fotografieren lassen.
Die beste Tageszeit zum Fotografieren
Während meines Besuchs hatte ich eigentlich gehofft, einen schönen Sonnenuntergang fotografieren zu können. Daraus wurde allerdings nichts. Der Himmel war komplett bedeckt, was allerdings ebenfalls sehr gut zur Atmosphäre passte. Ehrlich gesagt hatte ich genau dieses Wetter erwartet. Dunkle Wolken, wechselhaftes Licht und eine leicht mystische Stimmung gehören für mich einfach zu Großbritannien dazu.
Trotzdem würde ich beim nächsten Besuch versuchen, gezielt zum Sonnenauf- oder Sonnenuntergang vor Ort zu sein. Gerade dann dürften die Hügel, die Steinmauern und die Mauer selbst noch einmal deutlich fotogener wirken.
Meine drei Lieblingsmotive am Hadrianswall
Wenn du nur wenig Zeit hast, würde ich mich auf diese Motive konzentrieren:
1. Die Mauer auf den Hügeln
Die klassische Ansicht des Hadrianswalls. Besonders rund um Housesteads findest du wunderschöne Perspektiven.
2. Schafe und Landschaft
Typischer geht Großbritannien kaum. Schafe, grüne Hügel und Steinmauern ergeben wunderschöne Bilder.
3. Die einsamen Straßen
Die kleinen Straßen rund um den Hadrianswall gehören für mich zu den unterschätzten Fotomotiven der Region. Sie vermitteln die Weite und Abgeschiedenheit Northumberlands perfekt.



Hadrian’s Wall mit Kindern besuchen – lohnt sich das?
Ich versuche auf meinem Blog immer ehrlich zu sein. Deshalb gehört für mich auch dazu, nicht jede Sehenswürdigkeit automatisch als familienfreundlich zu bezeichnen. Aus meiner persönlichen Sicht ist Hadrian’s Wall mit kleinen Kindern nur eingeschränkt geeignet. Unser Sohn war während der Reise noch sehr klein und deshalb entschieden wir uns, dass meine Frau mit ihm in der Unterkunft blieb, während ich die Mauer besuchte.
Rückblickend war das wahrscheinlich die richtige Entscheidung. Die Wege rund um die bekannten Aussichtspunkte sind häufig Wanderwege. Viele Abschnitte verlaufen über Hügel, Wiesen oder unbefestigte Wege. Mit einem Kinderwagen wird das schnell anstrengend. Dazu kommt, dass es vor Ort vergleichsweise wenig gibt, womit sich kleinere Kinder beschäftigen können. Natürlich können Kinder die Landschaft genießen oder die Schafe beobachten, doch klassische Spielmöglichkeiten gibt es kaum.
Anders sieht es vermutlich bei älteren Kindern aus. Wer sich für Römer, Burgen oder Geschichte interessiert, könnte Hadrian’s Wall durchaus spannend finden. Gerade die Vorstellung, dass hier vor fast 2.000 Jahren römische Soldaten unterwegs waren, kann für Kinder faszinierend sein.
Für Familien mit Kleinkindern würde ich allerdings andere Sehenswürdigkeiten in Northumberland eher empfehlen.
Mein Tipp: Mit kleineren Kindern würde ich den Besuch eher kritisch sehen. Für ältere Kinder mit Interesse an Geschichte oder Natur kann Hadrian’s Wall dagegen durchaus spannend sein.
Übernachten am Hadrianswall: Meine Erfahrung auf der Wydon Farm
Während unseres Aufenthalts in der Region übernachteten wir auf der Wydon Farm*. Alleine die Anfahrt war bereits ein Erlebnis.
Man verlässt die größeren Straßen und fährt über kleine Wege durch die Landschaft. Links und rechts stehen Schafe auf den Weiden und man merkt schnell, dass man sich mitten im ländlichen England befindet. Genau das hat mir besonders gefallen. Die Unterkunft selbst war sehr gemütlich. Unser Zimmer war überraschend groß und verfügte über ein schönes Dachgeschoss-Ambiente, das sofort eine angenehme Atmosphäre erzeugte. Man hatte nicht das Gefühl, in einem anonymen Hotel zu übernachten.
Stattdessen wirkte alles persönlich und familiär. Besonders positiv in Erinnerung geblieben ist mir die Gastgeberin. Wir wurden sehr freundlich empfangen und fühlten uns vom ersten Moment an willkommen. Auch das Frühstück war ein Highlight. Statt eines unpersönlichen Buffets gab es ein individuell zubereitetes Frühstück, das den Tag perfekt beginnen ließ. Für mich war die Wydon Farm deshalb weit mehr als nur eine Unterkunft. Sie war Teil des gesamten Northumberland-Erlebnisses. Wer die Region intensiv erleben möchte, sollte meiner Meinung nach bewusst auch bei der Unterkunft auf Authentizität setzen.
Mein Tipp: Wenn du das ländliche Northumberland erleben möchtest, kann ich eine Übernachtung auf einem Bauernhof absolut empfehlen. Für mich war das ein wichtiger Teil des Reiseerlebnisses.
Wie viel Zeit sollte man für Hadrian’s Wall einplanen?
Wenn ich heute auf meinen Besuch zurückblicke, gibt es eine Sache, die ich definitiv anders machen würde: Ich würde mehr Zeit einplanen. Wir waren nur einen halben Tag vor Ort. Das lag vor allem an den großen Entfernungen innerhalb Northumberlands und den kurzen Wintertagen. Für einen ersten Eindruck war das ausreichend.
Man bekommt die Landschaft zu sehen, besucht die Mauer und kann einige schöne Aussichtspunkte erkunden. Doch schnell wird klar, dass Hadrian’s Wall deutlich mehr zu bieten hat. Viele Besucher verbringen mehrere Tage entlang der Mauer. Es gibt zahlreiche Wanderwege, historische Stätten und Aussichtspunkte, die man erkunden kann.
Aus meiner Sicht gelten deshalb folgende Empfehlungen:
- 2 bis 3 Stunden: Nur für einen kurzen Eindruck.
- Halber Tag: Ausreichend für erste Eindrücke und einige Aussichtspunkte.
- 1 Tag: Gute Lösung für die meisten Besucher.
- 2 Tage oder mehr: Ideal für Wanderer, Fotografen und Geschichtsinteressierte.
Wenn ich noch einmal nach Northumberland reisen würde, würde ich mindestens einen kompletten Tag für Hadrian’s Wall reservieren.
Mein Tipp: Plane deutlich mehr Zeit ein, als du zunächst denkst. Ich habe den Fehler gemacht und hätte gerne länger dort verbracht.



Ist Hadrian’s Wall eine der schönsten Sehenswürdigkeiten in Northumberland?
Northumberland hat unglaublich viele Highlights. Gerade deshalb ist es interessant, Hadrian’s Wall mit anderen Sehenswürdigkeiten der Region zu vergleichen. Für mich bleibt Bamburgh Castle die beeindruckendste Sehenswürdigkeit der gesamten Reise. Die Lage direkt am Meer, die gewaltige Burg und die fotografischen Möglichkeiten sind einfach außergewöhnlich.
Hadrian’s Wall spielt für mich allerdings in einer anderen Kategorie. Hier steht nicht ein einzelnes Bauwerk im Mittelpunkt, sondern das Zusammenspiel aus Geschichte, Landschaft und Atmosphäre. Im direkten Vergleich würde ich Hadrian’s Wall ungefähr auf einer Ebene mit Berwick-upon-Tweed einordnen.
Beides sind Orte, die man sich unbedingt anschauen sollte, wenn man in der Region unterwegs ist. Gleichzeitig sind es Sehenswürdigkeiten, die vor allem dann ihre Wirkung entfalten, wenn man sich für Geschichte und die Besonderheiten der Region interessiert. Wer dagegen vor allem spektakuläre Fotomotive oder ikonische Bauwerke sucht, wird vermutlich Bamburgh Castle bevorzugen.
Trotzdem würde ich keinen Northumberland-Roadtrip planen, ohne Hadrian’s Wall zu besuchen.
Mein Tipp: Hadrian’s Wall gehört für mich zu den Orten, die man gesehen haben sollte. Mein persönliches Highlight der Region bleibt allerdings Bamburgh Castle.
FAQ zu Hadrian’s Wall
Wie lange ist Hadrian’s Wall?
Die ursprüngliche Römermauer erstreckte sich über rund 117 Kilometer quer durch Nordengland.
Lohnt sich Hadrian’s Wall im Winter?
Ja, absolut. Gerade die ruhige Atmosphäre und die oft dramatischen Wolken sorgen für eine besondere Stimmung.
Wie viel Zeit sollte man für Hadrian’s Wall einplanen?
Mindestens einen halben Tag. Wer wandern oder fotografieren möchte, sollte eher einen ganzen Tag oder sogar mehrere Tage einplanen.
Ist Hadrian’s Wall für Fotografen geeignet?
Definitiv. Die Kombination aus Landschaft, Geschichte und typischer britischer Atmosphäre bietet zahlreiche Fotomotive.
Kann man Hadrian’s Wall mit Kindern besuchen?
Mit kleineren Kindern nur eingeschränkt. Die Wege sind teilweise anspruchsvoll und für Kinderwagen nicht ideal.
Ist Hadrian’s Wall eine Wanderdestination?
Ja. Viele Besucher kommen gezielt zum Wandern hierher. Entlang der Mauer gibt es zahlreiche Wanderwege und längere Touren.
Fazit: Lohnt sich Hadrian’s Wall?
Hadrian’s Wall hat mich auf eine andere Art beeindruckt als viele andere Sehenswürdigkeiten in Northumberland. Es ist kein Ort, der durch spektakuläre Architektur oder riesige Attraktionen begeistert. Stattdessen lebt er von seiner Geschichte, seiner Atmosphäre und der beeindruckenden Landschaft.
Besonders überrascht hat mich, wie gut die Mauer noch erhalten ist und wie leicht man sich hier in eine andere Zeit hineinversetzen kann. Dazu kommt die wunderschöne Umgebung mit ihren grünen Hügeln, Schafen, Steinmauern und den typisch britischen Straßen. Für Fotografen bietet die Region zahlreiche spannende Motive. Wanderer finden hier eines der bekanntesten Fernwandergebiete Englands. Geschichtsinteressierte können in die Zeit des Römischen Reiches eintauchen.
Familien mit kleinen Kindern sollten ihre Erwartungen dagegen etwas anpassen. Mein größter Tipp lautet deshalb: Plane genügend Zeit ein. Ich habe nur einen halben Tag am Hadrianswall verbracht und würde das beim nächsten Mal definitiv anders machen. Denn je länger man dort unterwegs ist, desto besser versteht man, warum dieser Ort seit Jahrhunderten Menschen fasziniert.
Ja – besonders dann, wenn du die Kombination aus Geschichte, Natur und typisch britischer Landschaft genauso schätzt wie ich.



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