Kreta Urlaub im Norden oder Süden? Meine Erfahrung nach zwei Reisen + Ehrliche Empfehlung
„Soll ich meinen Urlaub lieber im Norden oder Süden von Kreta verbringen?“ Diese Frage stellen sich viele Urlauber, bevor sie ihre Reise buchen. Genau vor dieser Entscheidung stand ich ebenfalls vor meiner ersten Reise auf die größte griechische Insel. Damals dachte ich noch, dass Kreta ähnlich funktioniert wie viele andere griechische Inseln wie Rhodos oder Kos: Man sucht sich ein schönes Hotel, unternimmt ein paar Ausflüge und hat nach einer Woche einen guten Eindruck von der Insel bekommen.
Nach inzwischen zwei Reisen nach Kreta weiß ich, dass ich mich geirrt habe. Denn Kreta ist anders.
Die Insel ist nicht nur die größte Griechenlands, sondern fühlt sich fast wie ein kleines Land an. Im Norden erwarten dich lebhafte Küstenorte mit langen Hotelstränden, historischen Städten und den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Insel. Nur wenig später kannst du durch beeindruckende Berglandschaften fahren und an der Südküste plötzlich eine völlig andere Welt entdecken: ruhiger, ursprünglicher und deutlich weniger touristisch.
Genau dieser Kontrast hat mich auf meinen Reisen am meisten begeistert.
Ich war mittlerweile zweimal auf Kreta unterwegs. Bei meiner ersten Reise verbrachte ich eine Woche in Chersonissos in einem All-inclusive-Hotel. Einige Jahre später kehrte ich zurück und lernte die Insel noch intensiver kennen. Diesmal verbrachten wir zunächst einige Tage in Chania und anschließend eine weitere Woche an der Nordküste zwischen Chania und Heraklion. Mit dem Mietwagen besuchten wir unter anderem Rethymno, Knossos, Heraklion, Agios Nikolaos, Spinalonga, die Lassithi-Hochebene und fuhren bis an die Südküste.
Gerade diese unterschiedlichen Eindrücke helfen mir heute, die Frage nach dem besseren Urlaubsort deutlich differenzierter zu beantworten.
Denn die richtige Antwort lautet nicht einfach „Norden“ oder „Süden“. Es kommt darauf an, welche Art von Urlaub du dir wünschst.
In diesem Artikel zeige ich dir die wichtigsten Unterschiede zwischen beiden Küsten, teile meine persönlichen Erfahrungen und verrate dir, welche Region ich heute Freunden empfehlen würde.
Meine Empfehlung auf einen Blick
Wenn du nur eine kurze Antwort suchst, bekommst du sie hier.
Ich würde Erstbesuchern die Nordküste empfehlen.
Dafür gibt es mehrere Gründe. An der Nordküste befinden sich die meisten Hotels, viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten und die schönsten Städte der Insel. Außerdem hast du eine hervorragende Infrastruktur mit Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und zahlreichen Ausflugszielen. Gerade wenn du zum ersten Mal auf Kreta bist, kannst du von hier aus unglaublich viel entdecken.
Den Süden solltest du trotzdem nicht auslassen.
Mich hat der Süden sogar am meisten überrascht. Das Wasser war deutlich ruhiger als im Norden, die Atmosphäre entspannter und der Tourismus wesentlich geringer. An vielen Orten hatte ich das Gefühl, eine ganz andere Insel kennenzulernen.
Deshalb lautet meine eigentliche Empfehlung:
Buche deinen Urlaub an der Nordküste und plane mindestens einen Tagesausflug in den Süden ein.
Wenn du zehn bis vierzehn Tage Zeit hast, würde ich sogar zwei Unterkünfte in Betracht ziehen.



Meine Erfahrungen auf Kreta
Damit du meine Einschätzung besser einordnen kannst, hier ein kurzer Überblick über meine Reisen:
- Zwei Reisen nach Kreta
- Übernachtet in Chersonissos, Chania und an der Nordküste zwischen Chania und Heraklion
- Mehrere Mietwagen-Touren durch das Inselinnere und bis an die Südküste
- Besucht: Chania, Rethymno, Heraklion, Knossos, Spinalonga, Agios Nikolaos und die Lassithi-Hochebene
- Schwerpunkt: Städte, Landschaften und Fotografie
Norden oder Süden: die wichtigsten Unterschiede
Viele Vergleiche im Internet stellen Nord- und Südkreta als Gegensätze dar. Nach meinen Erfahrungen stimmt das grundsätzlich, allerdings ist die Realität etwas differenzierter.
| Kategorie | Norden | Süden |
|---|---|---|
| Hotels | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐ |
| Restaurants | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐ |
| Sehenswürdigkeiten | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐ |
| Strände | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
| Ruhe | ⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
| Familien | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐ |
| Mietwagen | Empfehlenswert | Fast unverzichtbar |
| Abendprogramm | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐ |
| Natur | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
| Fotografie | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Schon an dieser Übersicht wird deutlich, dass beide Regionen ihre eigenen Stärken haben.
Die Nordküste ist ideal, wenn du einen abwechslungsreichen Urlaub mit vielen Ausflugsmöglichkeiten planst. Hier liegen einige der bekanntesten Städte Kretas, viele Hotels und ein großer Teil der touristischen Infrastruktur. Gleichzeitig hast du kurze Wege zu kulturellen Highlights wie Knossos oder Heraklion.
Der Süden wirkt dagegen deutlich ursprünglicher. Kleine Orte, ruhige Buchten und spektakuläre Landschaften prägen das Bild. Gerade wenn du Natur, Ruhe und entspannte Strände suchst, wirst du dich hier vermutlich wohler fühlen.
Ich persönlich würde mich trotzdem wieder für den Norden entscheiden – allerdings nur, weil ich den Süden jederzeit mit dem Mietwagen erkunden würde. Genau dieser Wechsel zwischen beiden Welten macht für mich den besonderen Reiz Kretas aus.
Warum ich den Norden von Kreta empfehlen würde
Wenn mich heute ein Freund fragen würde, wo er seinen ersten Urlaub auf Kreta verbringen sollte, müsste ich nicht lange überlegen.
Ich würde ihm den Norden empfehlen.
Nicht, weil der Süden weniger schön wäre. Ganz im Gegenteil. Der Süden gehört zu den ruhigsten und ursprünglichsten Regionen, die ich auf einer griechischen Insel erlebt habe. Der Norden bietet für einen ersten Kreta-Urlaub aber einfach die bessere Mischung aus Strand, Kultur, Ausflügen und Infrastruktur.
Während meiner beiden Reisen habe ich insgesamt an drei verschiedenen Standorten im Norden übernachtet. Zunächst verbrachten wir eine Woche in Chersonissos. Einige Jahre später lernten wir Chania kennen und wohnten anschließend in einem Hotel zwischen Chania und Heraklion. Dadurch konnte ich unterschiedliche Regionen der Nordküste erleben und vergleichen. Gerade diese Vielfalt hat mich überzeugt.
Egal ob historische Altstädte, lange Sandstrände, beeindruckende Ausgrabungsstätten oder gemütliche Tavernen – an der Nordküste liegt vieles relativ nah beieinander. Dadurch kannst du deinen Urlaub sehr flexibel gestalten. Du möchtest einen Tag am Pool verbringen? Kein Problem. Am nächsten Tag eine historische Ausgrabungsstätte besuchen? Ebenfalls kein Problem.
Oder lieber abends durch eine wunderschöne Altstadt schlendern? Auch das gehört an der Nordküste fast selbstverständlich dazu. Genau diese Mischung macht den Norden für mich zur besten Wahl für Erstbesucher.
Chania: für mich die schönste Stadt Kretas
Wenn ich mich für eine Stadt auf Kreta entscheiden müsste, wäre meine Wahl wahrscheinlich Chania.
Schon beim ersten Spaziergang entlang des venezianischen Hafens war ich begeistert. Die Mischung aus historischen Gebäuden, kleinen Gassen, Restaurants direkt am Wasser und dem alten Leuchtturm sorgt für eine Atmosphäre, die ich auf griechischen Inseln nur selten erlebt habe. Besonders am Abend entwickelt Chania seinen ganz eigenen Charme. Wenn die Temperaturen angenehmer werden und sich die Restaurants am Hafen langsam füllen, entsteht eine Stimmung, bei der man den Alltag sofort vergisst.
Ich würde deshalb jedem empfehlen, Chania nicht nur als Tagesausflug zu besuchen. Falls es zeitlich möglich ist, lohnt sich sogar eine Unterkunft direkt in der Stadt. Genau das haben wir bei unserer zweiten Reise gemacht und ich würde es jederzeit wieder so planen. Gerade morgens und abends, wenn die meisten Tagesgäste noch nicht unterwegs oder bereits wieder verschwunden sind, zeigt Chania seine schönsten Seiten.
Mein Fototipp für Chania
Der venezianische Hafen gehört für mich zu den schönsten Fotomotiven der gesamten Insel.
Mein Tipp: Steh früh auf oder bleib bis zur blauen Stunde. Dann wirkt der Hafen deutlich ruhiger und das warme Licht sorgt für besonders stimmungsvolle Bilder.

Rethymno: kleiner, entspannter und unglaublich charmant
Neben Chania hat mir vor allem Rethymno sehr gut gefallen. Die Altstadt ist zwar etwas kleiner, wirkt dafür aber auch ruhiger und entspannter. Besonders gefallen haben mir die schmalen Gassen, die vielen kleinen Cafés und die Mischung aus venezianischer und osmanischer Architektur. Ich hatte nie das Gefühl, möglichst schnell alle Sehenswürdigkeiten abhaken zu müssen. Stattdessen lädt Rethymno dazu ein, einfach ohne festes Ziel durch die Altstadt zu laufen, hier und da in ein Geschäft zu schauen oder sich auf einen Kaffee zu setzen. Genau diese entspannte Atmosphäre macht für mich den Reiz der Stadt aus. Wenn du zwischen Chania und Heraklion unterwegs bist, solltest du Rethymno auf keinen Fall auslassen.
Mein Tipp: Plane mindestens einen halben Tag für die Altstadt ein. Noch schöner ist es allerdings, wenn du bis zum Abend bleibst und die Stadt bei Sonnenuntergang erlebst.


Knossos: ein Muss für Geschichtsinteressierte
Ich interessiere mich auf Reisen immer auch für Geschichte. Deshalb stand Knossos natürlich weit oben auf meiner Liste. Die Ausgrabungsstätte gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Griechenlands und vermittelt einen spannenden Einblick in die minoische Kultur. Selbst wenn du normalerweise keine archäologischen Stätten besuchst, lohnt sich Knossos aus meiner Sicht. Gerade weil die Anlage so eng mit der Geschichte Europas verbunden ist, bekommt man einen ganz anderen Bezug zur Insel.
Lohnt sich ein Besuch in Knossos? Hier liest Du meine Erfahrungen.
Mein Tipp: Besuche Knossos möglichst früh morgens oder am späten Nachmittag. Dann ist es meist angenehmer und weniger voll.



Heraklion: besser als sein Ruf
Viele Urlauber nutzen Heraklion nur als Flughafen. Ich finde allerdings, dass sich ein Besuch durchaus lohnt. Natürlich wirkt die Inselhauptstadt deutlich moderner als Chania oder Rethymno. Trotzdem gibt es schöne Plätze, interessante Museen und zahlreiche Restaurants. Vor allem in Kombination mit Knossos bietet sich ein Tagesausflug an.
Chersonissos: ideal für klassischen Badeurlaub
Meine erste Reise nach Kreta führte mich nach Chersonissos. Damals suchten wir einen klassischen All-inclusive-Urlaub mit einigen Ausflügen. Genau dafür eignet sich der Ort hervorragend. Es gibt zahlreiche Hotels, Restaurants, Bars und Einkaufsmöglichkeiten. Wer einen unkomplizierten Badeurlaub mit guter Infrastruktur sucht, wird sich hier vermutlich wohlfühlen. Heute würde ich persönlich zwar eher Chania oder die Region westlich von Heraklion bevorzugen, trotzdem war Chersonissos für den Einstieg nach Kreta eine gute Wahl.
Die Nordküste ist perfekt für Tagesausflüge
Ein weiterer Grund, warum ich den Norden empfehle, ist die zentrale Lage vieler Sehenswürdigkeiten. Während unserer Reisen konnten wir problemlos mehrere Highlights miteinander verbinden. So entstanden abwechslungsreiche Urlaubstage:
- morgens durch eine historische Altstadt schlendern,
- mittags am Strand entspannen,
- nachmittags eine Ausgrabungsstätte besuchen
- und den Abend in einer Taverne am Wasser ausklingen lassen.
Diese Flexibilität hat mir sehr gefallen. Gerade für Familien oder Erstbesucher ist das ein großer Vorteil.
Das hat mich am Norden gestört
Natürlich hat auch die Nordküste ihre Nachteile. Am stärksten aufgefallen sind mir der Wind und die teilweise höheren Wellen. Ich bade persönlich lieber in ruhigem Wasser. Gerade deshalb hat mich die Südküste später so überrascht. Außerdem ist der Norden deutlich touristischer. Viele Hotels liegen dicht nebeneinander und in den bekannten Urlaubsorten ist gerade in der Hauptsaison entsprechend viel los. Mich hat das allerdings nicht gestört.
Im Gegenteil. Ich mag es, abends noch durch einen Ort schlendern oder spontan essen gehen zu können. Wer absolute Ruhe sucht, wird sich dagegen im Süden wahrscheinlich wohler fühlen.
Der Süden von Kreta: ursprünglicher, ruhiger und meine größte Überraschung
Obwohl ich meinen Urlaub heute wieder an der Nordküste buchen würde, hat mich der Süden von Kreta am meisten überrascht. Vor unserer Reise hatte ich ehrlich gesagt keine großen Erwartungen. Ich wusste nur, dass es dort weniger Hotels geben soll und viele Urlauber lieber im Norden übernachten.
Heute würde ich sagen: Gerade das macht den Süden so besonders. Während der Norden von lebhaften Urlaubsorten, langen Hotelstränden und bekannten Sehenswürdigkeiten geprägt wird, wirkt der Süden deutlich ursprünglicher. Die Landschaft verändert sich, die Straßen werden ruhiger und plötzlich verschwindet der Trubel fast vollständig. Genau diesen Kontrast werde ich wahrscheinlich nie vergessen.
Die Fahrt durch das Inselinnere gehört bereits zum Erlebnis
Für mich beginnt der Süden nicht erst am Meer. Er beginnt bereits auf der Fahrt dorthin. Wir starteten morgens an der Nordküste und fuhren mit dem Mietwagen Richtung Inselmitte. Je weiter wir uns von der Küste entfernten, desto beeindruckender wurde die Landschaft. Kurvenreiche Straßen führten durch kleine Dörfer, Olivenhaine und immer höher in die Berge. Besonders die Region rund um die Lassithi-Hochebene hat mich beeindruckt. Die Aussicht änderte sich ständig und hinter fast jeder Kurve wartete ein neues Panorama. Schon allein diese Fahrt wäre für mich den Mietwagen wert gewesen.
Mein persönlicher Tipp
Plane solche Touren nicht zu knapp. Viele der schönsten Momente entstehen nicht an einer Sehenswürdigkeit, sondern unterwegs. Halte deshalb immer wieder an Aussichtspunkten an, genieße den Blick über die Berge und nimm dir Zeit. Genau diese spontanen Stopps gehören für mich zu den schönsten Erinnerungen an Kreta.
Die Lassithi-Hochebene und die Zeus-Höhle
Eines unserer Ziele war die Lassithi-Hochebene mit der bekannten Zeus-Höhle. Schon die Anfahrt war beeindruckend. Je höher wir kamen, desto weiter wurde der Blick über die Landschaft. Gleichzeitig merkten wir aber auch, dass unser kleiner Toyota Aygo nicht unbedingt die ideale Wahl für diese Strecke war.
Die steilen Straßen und die Höhenunterschiede forderten das Auto deutlich stärker, als wir erwartet hatten. Rückblickend würde ich deshalb immer zu einem etwas stärker motorisierten Mietwagen raten – besonders wenn du mehrere Touren ins Inselinnere planst. Trotzdem würde ich diese Route jederzeit wieder fahren. Nicht wegen der Höhle allein. Sondern wegen der Landschaft.



Der erste Blick auf die Südküste
Es gibt auf Reisen Momente, die man nicht planen kann. Bei mir war es der Augenblick, als wir nach der Fahrt über die Berge plötzlich die Südküste vor uns liegen sahen. Das Wasser leuchtete in intensiven Blau- und Türkistönen. Fast keine Wellen. Kaum Wind. Und deutlich weniger Menschen als an der Nordküste. Ich musste sofort daran denken, wie unterschiedlich beide Küsten innerhalb weniger Kilometer sind. Während ich im Norden häufig Wind und Wellengang erlebt hatte, wirkte das Libysche Meer im Süden fast spiegelglatt. Für mich war das einer der größten Überraschungsmomente der gesamten Reise.



Weniger Tourismus: mehr Kreta
Der vielleicht größte Unterschied ist gar nicht das Meer. Es ist die Atmosphäre. Im Süden gibt es natürlich ebenfalls Hotels und Ferienwohnungen. Sie wirken aber deutlich kleiner und fügen sich viel besser in die Landschaft ein. Große Hotelkomplexe, wie man sie an der Nordküste häufig findet, sind wesentlich seltener. Dadurch wirkt vieles ursprünglicher. Man begegnet weniger Reisegruppen, hat mehr Platz an den Stränden und erlebt Kreta oft von einer ruhigeren Seite. Gerade wenn du morgens gerne entspannt frühstückst, kleine Tavernen magst oder einfach dem Trubel entkommen möchtest, dürfte dir der Süden gefallen.
Für wen eignet sich der Süden besonders?
Ich würde den Süden vor allem diesen Urlaubern empfehlen:
Für Ruhesuchende
Wenn du keinen Wert auf große Hotelanlagen oder Shoppingmeilen legst, wirst du dich hier wahrscheinlich wohler fühlen.
Für Naturfreunde
Die Kombination aus Bergen, Schluchten und Küste macht den Süden landschaftlich unglaublich abwechslungsreich.
Für Fotografen
Gerade die Aussichtspunkte entlang der Straßen, die kleinen Buchten und das intensive Blau des Libyschen Meeres bieten fantastische Fotomotive.
Für Wiederholungstäter
Wer bereits einmal an der Nordküste war, sollte beim nächsten Urlaub unbedingt mehr Zeit im Süden verbringen.
Mein Fototipp für den Süden
Ich würde genügend Zeit für spontane Stopps einplanen. Die schönsten Fotos entstehen meiner Erfahrung nach nicht an den bekannten Sehenswürdigkeiten, sondern unterwegs. Immer wieder eröffnen sich neue Blicke auf die Küste, kleine Buchten oder Berglandschaften. Gerade am frühen Morgen oder am späten Nachmittag ist das Licht besonders schön.
Der Süden ist kein Ersatz für den Norden
Eine Sache möchte ich aber ganz bewusst sagen: Ich würde den Süden nicht gegen den Norden ausspielen. Beide Regionen ergänzen sich. Wenn du ausschließlich im Süden übernachtest, verpasst du viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Insel. Wenn du ausschließlich im Norden bleibst, lernst du eine der schönsten Seiten Kretas gar nicht kennen. Deshalb würde ich heute immer versuchen, beides miteinander zu verbinden.
Meine Empfehlung nach zwei Reisen
Nach allem, was ich auf meinen beiden Reisen erlebt habe, würde ich meinen Urlaub weiterhin an der Nordküste buchen. Nicht, weil sie schöner ist. Sondern weil sie für einen ersten Urlaub die bessere Ausgangsbasis bietet. Der Süden gehört für mich aber unbedingt dazu. Er ist der Grund, warum ich Kreta heute als eine der abwechslungsreichsten Inseln Europas sehe. Ohne unseren Ausflug über die Berge bis an die Südküste wäre mein Bild von Kreta wahrscheinlich ein völlig anderes.
Mein persönliches Fazit zum Süden
Wenn mich heute jemand fragen würde:
„Lohnt sich ein Tagesausflug an die Südküste?“
Dann wäre meine Antwort ganz klar: Ja – und zwar unbedingt. Nicht, weil dort jede Sehenswürdigkeit spektakulärer ist. Sondern weil du dort eine völlig andere Seite Kretas kennenlernst. Genau dieser Kontrast zwischen lebhaftem Norden und ursprünglichem Süden macht für mich den Reiz der Insel aus.
Sondern weil du dort eine völlig andere Seite Kretas kennenlernst. Genau dieser Kontrast zwischen lebhaftem Norden und ursprünglichem Süden macht für mich den Reiz der Insel aus.
| Kategorie | Meine Bewertung |
|---|---|
| 🏖️ Badeurlaub | 9/10 |
| 🏛️ Sehenswürdigkeiten | 10/10 |
| 🍽️ Restaurants | 9/10 |
| 👨👩👦 Familien | 10/10 |
| 🚗 Ausflugsmöglichkeiten | 10/10 |
| 📸 Fotografie | 9/10 |
| ❤️ Würde ich hier wieder Urlaub machen? | Ja – jederzeit. |
Baden im Norden oder Süden?
Auch hier ist die Antwort wieder sehr subjektiv. Was ist das bessere Baden oder Schwimmen? Ich persönlich bin ein Fan von ruhigerem Wasser. Im Norden Kretas gibt es sicherlich einige Buchten, die wir in unserem Urlaub aufgrund der Größe Kretas nicht entdeckt haben. Trotzdem wollten wir schauen, wie das Meer auf der Südseite ist – fernab vom Massentourismus.
Mit einem Mietwagen und unseren Badesachen ging es für einen Tag in den Süden Kretas – über die vielen Berge der Lassithi-Hochebene. Der Ausblick von den Bergen auf die Südküste Kretas ist von hier oben wirklich fantastisch.
Unten angekommen, merkt man beim Fahren durch die vielen Ortschaften, dass hier so gut wie keine Touristen anzutreffen sind. Wir entschieden uns für einen kleinen Sandstrand an der Straßenseite. Aus dem vollklimatisierten Auto ausgestiegen, fiel uns direkt etwas auf: Die warme Mittagssonne ist hier viel stickiger und heißer als im Norden. Während einem im Norden der Wind kühlt, ist hiervon im Süden nichts zu merken. Die Wärme Afrikas ist bis zur Südseite Kretas zu spüren. Einen Sandstrand gibt es hier auch, ins Mittelmeer hinein vermischt er sich aber mehr mit Kieselstein. Das Wasser ist glasklar und total ruhig. Keine Wellen, kein Wind wie an der Nordküste. Wer ruhiges Schwimmen im Mittelmeer liebt, der ist an der Südküste definitiv richtig aufgehoben. Punkt für den Süden.

Meine Kreta-Reise: warum ich heute anders über die Insel denke
Wenn ich heute an Kreta denke, erinnere ich mich nicht zuerst an eine Sehenswürdigkeit. Ich denke an das Gefühl, das diese Insel bei mir hinterlassen hat. Vor meiner ersten Reise hatte ich ehrlich gesagt keine besonders hohen Erwartungen. Für mich war Kreta damals einfach eine weitere griechische Insel – ähnlich wie Kos oder Rhodos. Eine Woche Urlaub. Ein schönes Hotel. Ein paar Ausflüge. Mehr hatte ich eigentlich nicht erwartet. Genau deshalb hat mich Kreta so überrascht.
Meine erste Reise: Chersonissos als perfekter Einstieg
Meine erste Reise führte mich nach Chersonissos. Wir verbrachten eine Woche in einem Vier-Sterne-All-inclusive-Hotel und wollten vor allem entspannen. Damals hatten wir nur für einen Tag einen Mietwagen. Rückblickend würde ich das heute anders machen. Schon an diesem einen Tag wurde deutlich, wie viel die Insel eigentlich zu bieten hat. Während viele Urlaubsinseln recht kompakt sind, hatte ich auf Kreta ständig das Gefühl, dass hinter der nächsten Kurve noch etwas Neues auf mich wartet. Damals blieb vieles unentdeckt. Das war einer der Gründe, warum ich unbedingt noch einmal zurückkommen wollte.
Die zweite Reise: Kreta intensiver erleben
Einige Jahre später war es dann soweit. Diesmal wollten wir die Insel deutlich intensiver kennenlernen. Wir entschieden uns bewusst für zwei Unterkünfte. Zunächst verbrachten wir einige Tage direkt in Chania. Anschließend zogen wir in ein Hotel an der Nordküste zwischen Chania und Heraklion. Diese Entscheidung würde ich jederzeit wieder treffen. Denn beide Orte boten völlig unterschiedliche Erlebnisse. Während Chania mit seiner wunderschönen Altstadt und dem venezianischen Hafen beeindruckte, konnten wir vom Hotel aus viele Tagesausflüge unternehmen. Dadurch fühlte sich der Urlaub abwechslungsreicher an als bei einem einzigen Standort.
Mit dem Mietwagen erlebt man das echte Kreta
Wenn mich heute jemand nach dem wichtigsten Tipp für Kreta fragen würde, wäre meine Antwort eindeutig: Nimm dir einen Mietwagen. Natürlich kannst du auch einen klassischen Hotelurlaub verbringen. Die schönsten Erinnerungen meiner Reise entstanden allerdings nicht am Pool. Sie entstanden unterwegs. Auf den kleinen Straßen durch das Inselinnere. An Aussichtspunkten. In kleinen Dörfern. Oder ganz spontan irgendwo am Straßenrand. Gerade diese Freiheit macht Kreta für mich zu einem perfekten Roadtrip-Ziel.



Mein größter Fehler: der Toyota Aygo
Eine Geschichte erzähle ich heute immer wieder. Nicht weil sie dramatisch war. Sondern weil sie zeigt, wie unterschiedlich Kreta sein kann. Für unseren Ausflug ins Inselinnere hatten wir einen Toyota Aygo gemietet. Für die Städte war das Auto vollkommen ausreichend. Sobald wir allerdings Richtung Berge fuhren, wurde schnell klar, dass diese Strecke eine größere Herausforderung werden würde. Die Straßen wurden steiler. Die Kurven enger. Teilweise waren Abschnitte nicht befestigt. Natürlich haben wir unser Ziel erreicht. Trotzdem würde ich heute jedem empfehlen, für längere Touren durch das Gebirge lieber ein etwas stärkeres Auto zu wählen. Gerade dann kannst du die Landschaft viel entspannter genießen.
Kreta mit dem Mietwagen entdecken? Hier sind meine Eindrücke.
Die schönsten Momente entstehen oft ungeplant
Einer der größten Unterschiede zwischen einem klassischen Badeurlaub und einer Mietwagenreise wurde mir genau dort bewusst. Viele der schönsten Erinnerungen entstanden völlig ungeplant. Wir hielten spontan an Aussichtspunkten an. Entdeckten kleine Straßen. Genossen einfach den Blick über die Berge. Genau diese Momente bleiben bis heute im Kopf. Nicht die Hotelanlage. Nicht das Buffet. Sondern die Freiheit, einfach loszufahren.
Spinalonga: mein persönliches Highlight
Wenn ich an Kreta denke, kommt mir sofort ein Ort in den Sinn: Spinalonga.
Spinalonga.Vor der Reise wusste ich nur, dass sich dort früher eine Leprakolonie befand.Mehr eigentlich nicht.Gerade deshalb hat mich dieser Ort so beeindruckt.Vor der Reise wusste ich nur, dass sich dort früher eine Leprakolonie befand.
Mehr über den Tagesausflug liest Du hier.
Wenn ich nur einen einzigen Ausflug auf Kreta empfehlen dürfte, wäre es wahrscheinlich dieser.
Kreta fühlt sich größer an als jede andere griechische Insel
Nach meinen Reisen nach Kos und Rhodos hatte ich jeweils das Gefühl: Jetzt kenne ich die Insel ziemlich gut. Natürlich gibt es immer noch einzelne Orte, die man beim nächsten Mal besuchen könnte. Im Großen und Ganzen hatte ich aber das Gefühl, einen guten Überblick zu haben. Auf Kreta war das komplett anders. Nach meiner ersten Reise wollte ich unbedingt wiederkommen. Nach meiner zweiten Reise war dieses Gefühl sogar noch stärker. Denn obwohl ich inzwischen Chania, Rethymno, Knossos, Heraklion, Agios Nikolaos, Spinalonga, die Lassithi-Hochebene und Teile der Südküste gesehen habe, stehen immer noch zahlreiche Orte auf meiner Wunschliste. Das zeigt für mich, wie außergewöhnlich groß und abwechslungsreich Kreta ist.
Warum ich sicher noch einmal nach Kreta reisen werde
Es gibt Reiseziele, die man einmal besucht und anschließend viele schöne Erinnerungen mitnimmt. Und es gibt Reiseziele, die einen immer wieder beschäftigen. Für mich gehört Kreta eindeutig zur zweiten Kategorie. Nicht weil dort jede Sehenswürdigkeit spektakulärer wäre als anderswo. Sondern weil die Insel unglaublich vielseitig ist. An einem Tag schlenderst du durch historische Altstädte. Am nächsten Tag fährst du durch beeindruckende Berglandschaften. Kurz darauf stehst du an einer ruhigen Bucht mit glasklarem Wasser. Diese Abwechslung habe ich auf keiner anderen griechischen Insel in dieser Form erlebt.
Was ich heute anders machen würde
Wenn ich morgen erneut nach Kreta fliegen würde, würde ich einige Dinge anders planen als bei meiner ersten Reise.
✔️ Den Mietwagen mindestens drei bis vier Tage statt nur einen Tag buchen.
✔️ Zwei Unterkünfte wählen, um unterschiedliche Regionen kennenzulernen.
✔️ Mehr Zeit für spontane Stopps unterwegs einplanen.
✔️ Einen etwas stärkeren Mietwagen für Touren ins Gebirge wählen.
✔️ Mindestens einen ganzen Tag ausschließlich für den Süden reservieren.
Rückblickend sind genau diese Erfahrungen die wertvollsten Erkenntnisse meiner beiden Reisen.
Kreta: Norden oder Süden? Mein Fazit
Wenn mich heute jemand fragt, warum ich Kreta so gerne mag, dann denke ich nicht zuerst an einen einzelnen Ort. Ich denke an das Gefühl, unterwegs ständig etwas Neues zu entdecken. Vielleicht beschreibt genau das diese Insel am besten. Kreta ist kein Reiseziel, das man einfach besucht und anschließend abhakt. Es ist eine Insel, die neugierig macht.
Und genau deshalb weiß ich schon heute, dass ich irgendwann wiederkommen werde.
Das richtige Hotel auf Kreta finden
Wir hatten unser Hotel im Norden Kretas in einer der Touristenhochburgen. Für uns ganz gut, da man abends noch die Gelegenheit hat, etwas vom Trubel der griechischen Insel mitzubekommen. Wo Du die besten Hotels findest? Auf dieser Karte findest Du einige.
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Kreta Urlaub: mein Fazit
Ich würde immer wieder einen Kreta Urlaub in den Norden buchen zu den Touristenhochburgen. Hier kann man abends noch weggehen, etwas einkaufen oder Ausflüge unternehmen. Von hier aus kommt man vor allem mit einem Mietwagen in rund einer Stunde auf die Südseite der Insel und kann dort das andere Klima und Wasser genießen. Die Südküste punktet bei mir vor allem durch die Ruhe und das ganz andere Klima. Was meinst Du? Ist eher der Norden oder der Süden Dein Favorit?
Was kann man sonst noch tun auf Kreta? Schau Dir die folgenden Aktivitäten an:
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Lieber Tobias,
Interessante Überlegungen! Aber ich glaube, meine Entscheidung würde für den Süden fallen – allerdings nicht im Hochsommer, sondern im Frühling oder Herbst.
Liebe Grüße
Angela
Moin,
der Süden ist wirklich gänzlich anders und für den Reisezeitraum gebe ich Dir recht. 36 Grad im Sommer sind schon sehr mächtig.
Beste Grüße
Tobias