Volendam fotografieren – Die schönsten Fotospots am Markermeer und meine Erfahrungen als Fotograf
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Volendam gehört zu den bekanntesten Orten in den Niederlanden. Kaum eine andere Stadt wird so häufig auf Postkarten, Reiseführern und Social Media gezeigt. Traditionelle Fischerhäuser, ein malerischer Hafen, historische Boote und die Lage direkt am Markermeer machen den Ort auf den ersten Blick zu einem Traumziel für Fotografen.
Doch lohnt sich Volendam wirklich für die Fotografie?
Genau dieser Frage wollte ich während meiner Reise durch Nordholland nachgehen. Nachdem ich bereits Edam besucht hatte, stand anschließend Volendam auf dem Programm. Die beiden Orte liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt und werden oft gemeinsam besucht. Während Edam mich mit seinen historischen Grachten und seiner ruhigen Atmosphäre überrascht hat, war ich gespannt darauf, was mich in Volendam erwartet.
Mein erster Eindruck: Volendam ist deutlich touristischer als Edam. Gleichzeitig bietet der Ort aber einige sehr schöne Fotomotive, insbesondere rund um den Hafen und entlang des Markermeers. Wer sich auf die richtigen Perspektiven konzentriert und die beste Tageszeit für seine Aufnahmen wählt, kann hier durchaus beeindruckende Bilder mit nach Hause bringen.
In diesem Artikel zeige ich dir meine Lieblingsfotospots in Volendam, verrate dir, wann das Licht am schönsten ist und erkläre, warum ich Volendam vor allem als Ergänzung zu einem Besuch in Edam empfehlen würde.
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Lohnt sich Volendam für Fotografen?
Volendam ist sicherlich nicht der Ort in den Niederlanden, an dem man komplett alleine unterwegs ist. Ganz im Gegenteil. Der kleine Fischerort gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen in Nordholland und zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher an. Trotzdem gibt es einige gute Gründe, warum sich ein Besuch für Fotografen lohnt.
Besonders interessant sind:
- Die historische Hafenpromenade
- Traditionelle Fischerboote
- Das Markermeer
- Die typischen niederländischen Häuser
- Kleine Gassen hinter dem Hafen
- Die Kombination aus Wasser, Architektur und maritimem Flair
Was mir besonders gefallen hat, war die Mischung aus klassischen niederländischen Motiven und der unmittelbaren Nähe zum Wasser. Während viele Städte in den Niederlanden vor allem von Grachten geprägt werden, spielt in Volendam das Markermeer die Hauptrolle.
Allerdings sollte man auch realistisch bleiben. Wer auf authentische Altstadtatmosphäre hofft, wird in Edam wahrscheinlich glücklicher. Viele Gebäude in Volendam wirken historisch, sind aber deutlich jünger als die Häuser im benachbarten Edam.
Für Fotografen bedeutet das: Volendam punktet vor allem durch Atmosphäre und Hafenmotive, weniger durch historische Architektur.
Die Hafenpromenade – Das Herz von Volendam
Wenn man an Volendam denkt, denkt man automatisch an die berühmte Hafenpromenade. Hier spielt sich das Leben des Ortes ab. Restaurants, Cafés, Fischstände und Souvenirläden reihen sich aneinander. Dazwischen liegen zahlreiche Boote, die gemeinsam eine typisch niederländische Kulisse schaffen. Fotografisch interessant wird die Promenade vor allem dann, wenn man nicht nur geradeaus fotografiert.
Suche stattdessen nach:
- Spiegelungen im Wasser
- Linien entlang der Kaimauer
- Vordergrundelementen wie Booten
- Menschen als Größenvergleich
- Details der historischen Fassaden
Besonders schön fand ich die Perspektive entlang der Promenade mit Blick auf die aneinander gereihten Häuser. Gerade mit einem Weitwinkelobjektiv lassen sich hier spannende Bildkompositionen erstellen. Tagsüber ist die Promenade allerdings sehr voll. Wer möglichst wenige Menschen im Bild haben möchte, sollte deutlich früher kommen als ich. Während meines Besuchs am Abend war bereits sehr viel los. Für Street Photography kann das interessant sein. Für klassische Architekturfotografie wird es hingegen schnell herausfordernd.



Der Alte Hafen mit seinen traditionellen Booten
Eines der bekanntesten Motive in Volendam sind die traditionellen Fischerboote. Sie verleihen dem Ort seinen unverwechselbaren Charakter und erzählen gleichzeitig ein Stück niederländischer Geschichte.
Gerade Fotografen finden hier zahlreiche Motive:
- Detailaufnahmen von Seilen
- Holzstrukturen
- Spiegelungen
- Historische Schiffe
- Hafenansichten
Besonders schön sind Aufnahmen, bei denen die traditionellen Boote mit den Häusern entlang des Hafens kombiniert werden. Durch die Nähe von Wasser und Architektur entstehen sehr harmonische Bildkompositionen. Ich habe hier vor allem mit meinem 16–35-mm-Weitwinkelobjektiv gearbeitet. Dadurch konnte ich sowohl die Boote als auch die umliegenden Gebäude in einem Bild festhalten. Wer ein Teleobjektiv dabei hat, kann zusätzlich interessante Details isolieren. Notwendig ist es meiner Meinung nach allerdings nicht. Die meisten Motive lassen sich bereits hervorragend mit einem Weitwinkel fotografieren.



Die kleinen Gassen hinter dem Hafen
Eine meiner größten Überraschungen in Volendam waren die kleinen Gassen hinter der eigentlichen Hafenpromenade. Viele Besucher konzentrieren sich ausschließlich auf den Hafen und verpassen dabei einige der schönsten Ecken des Ortes. Schon wenige Schritte hinter der ersten Häuserreihe verändert sich die Atmosphäre deutlich.
Hier findest du:
- Kleine Backsteinhäuser
- Traditionelle Fassaden
- Blumenschmuck
- Ruhigere Straßen
- Weniger Touristen
Gerade diese Bereiche haben mir fotografisch deutlich besser gefallen als die Hauptpromenade. Die Gassen wirken persönlicher und authentischer. Besonders schön sind Perspektiven, bei denen sich die Häuserreihen leicht verjüngen und dadurch natürliche Linien im Bild entstehen. Wenn das Licht weich wird, entstehen hier sehr stimmungsvolle Aufnahmen. Wer gerne urbane Details fotografiert, sollte sich für diesen Bereich unbedingt Zeit nehmen.



Fotografieren am Markermeer
Die Lage direkt am Markermeer gehört zu den größten Stärken von Volendam. Während viele niederländische Städte von Grachten geprägt werden, bietet Volendam weite Wasserflächen und offene Horizonte. Das eröffnet ganz andere fotografische Möglichkeiten.
Besonders interessant sind:
- Weitwinkelaufnahmen
- Minimalistische Kompositionen
- Sonnenuntergänge
- Silhouetten
- Langzeitbelichtungen
Während meines Besuchs war das Licht bereits relativ hart und die Bedingungen eher durchschnittlich. Trotzdem konnte ich mir sehr gut vorstellen, wie beeindruckend dieser Ort während eines Sonnenuntergangs wirken muss. Gerade die Kombination aus Wasser, Hafen und warmem Abendlicht dürfte hier fantastische Ergebnisse liefern. Wer länger in der Region bleibt, sollte deshalb unbedingt eine Golden Hour oder sogar einen Sonnenaufgang einplanen.


Mein Lieblingsfotospot: am Marinapark
Mein persönliches Lieblingsmotiv in Volendam lag überraschenderweise nicht direkt im historischen Zentrum. Am Marinapark gibt es einen Fotospot, der mir besonders in Erinnerung geblieben ist. Von hier aus lassen sich mehrere typisch niederländische Elemente gleichzeitig fotografieren:
- Eine Windmühle im Hintergrund
- Schöne Häuser entlang des Wassers
- Typische Architektur
- Wasserflächen für Spiegelungen
Für mich war das eines der stärksten Motive des gesamten Aufenthalts. Es verbindet gleich mehrere Dinge, die viele Reisende mit den Niederlanden verbinden. Während am Hafen oft sehr viel Betrieb herrscht, wirkt dieser Bereich deutlich entspannter. Gerade Fotografen, die klassische Niederlande-Motive suchen, sollten diesen Spot nicht verpassen.

Welche Ausrüstung eignet sich für Volendam?
Für meinen Besuch hatte ich nur eine relativ einfache Kombination dabei:
- Kamera mit 16–35-mm-Weitwinkel
- iPhone für spontane Aufnahmen
Mehr Ausrüstung war aus meiner Sicht nicht notwendig.
Das Weitwinkelobjektiv eignete sich hervorragend für:
- Hafenansichten
- Architektur
- Straßenszenen
- Markermeer-Panoramen
Ein Teleobjektiv kann zwar zusätzliche Möglichkeiten schaffen, ist aber keineswegs Pflicht. Volendam lebt von seinen Übersichten und seiner Atmosphäre. Deshalb dürfte ein Weitwinkelobjektiv für die meisten Fotografen die beste Wahl sein.
Smartphone-Fotografie in Volendam
Volendam eignet sich überraschend gut für Smartphone-Fotografie. Die Wege sind kurz, die Motive liegen dicht beieinander und viele Szenen profitieren ohnehin von moderner Smartphone-Verarbeitung. Gerade wenn du:
- nur leicht reisen möchtest
- keinen Objektivwechsel magst
- spontan fotografieren möchtest
reicht ein aktuelles Smartphone oft völlig aus. Besonders die Hafenpromenade und die Gassen lassen sich problemlos mit dem Smartphone fotografieren. Auch Panoramaaufnahmen am Markermeer funktionieren hervorragend. Wer keine große Kamera dabei hat, verpasst in Volendam also keineswegs alle Motive.
Die größten Herausforderungen beim Fotografieren in Volendam
So schön Volendam auch ist, gibt es einige Herausforderungen. Die größte Schwierigkeit ist ohne Zweifel die hohe Besucherzahl.
Gerade tagsüber kann es sehr voll werden. Dazu kommen Menschenmengen, Reisegruppen und viele Restaurants mit Außenbestuhlung. Ein weiterer Nachteil ist das Licht. Mittags wird das Licht schnell hart und wenig schmeichelhaft. Hinzu kommt aktuell eine größere Baustelle am Deich, die einige Perspektiven beeinträchtigen kann.
Deshalb würde ich persönlich einen Besuch am frühen Morgen bevorzugen. Dann sind sowohl Licht als auch Besucherzahlen deutlich angenehmer.
Volendam oder Edam: Welche Stadt ist fotogener?
Wenn mich heute jemand fragt, welche Stadt ich Fotografen eher empfehlen würde, fällt meine Antwort überraschend eindeutig aus: Edam.
Das bedeutet nicht, dass Volendam uninteressant ist. Im Gegenteil. Volendam bietet einige sehr schöne Motive rund um den Hafen und das Markermeer. Edam wirkt jedoch insgesamt authentischer, ruhiger und historischer.
Die Grachten, Brücken und alten Häuser erzeugen dort eine Atmosphäre, die mich deutlich stärker begeistert hat.
Volendam punktet dagegen mit seinem maritimen Charakter. Deshalb sehe ich beide Orte eher als perfekte Ergänzung zueinander. Wer nur einen halben Tag Zeit hat, sollte beide Städte miteinander kombinieren. Genau dann entfalten sie ihre größte Stärke.
Wo übernachten in Volendam?
Ich habe in Volendam im van der Valk-Hotel* vor den Toren der Stadt übernachtet. Von hier aus hast Du die perfekte Möglichkeit sowohl Edam als auch Volendam zu entdecken.
Fazit: Lohnt sich das Fotografieren in Volendam?
Ja, Volendam lohnt sich für Fotografen – allerdings mit den richtigen Erwartungen. Der Ort bietet einige sehr schöne Motive rund um den Hafen, das Markermeer und die traditionellen Fischerboote. Besonders die kleinen Gassen hinter der Promenade sowie der Bereich rund um den Marinapark haben mir gefallen.
Gleichzeitig ist Volendam touristischer und deutlich voller als das benachbarte Edam. Wer absolute Ruhe, historische Architektur und versteckte Fotospots sucht, wird wahrscheinlich in Edam glücklicher.
Wer hingegen maritime Atmosphäre, Hafenmotive und klassische Niederlande-Postkartenmotive fotografieren möchte, sollte Volendam unbedingt besuchen.
Mein persönlicher Tipp: Besuche beide Orte an einem Tag. Starte morgens in Edam und fahre anschließend nach Volendam. So bekommst du zwei völlig unterschiedliche Seiten Nordhollands zu sehen und kannst die fotografischen Stärken beider Orte optimal nutzen.
FAQ – Volendam fotografieren
Wann ist die beste Zeit zum Fotografieren in Volendam?
Am frühen Morgen oder während der Golden Hour kurz vor Sonnenuntergang.
Wie viel Zeit sollte man einplanen?
Für die wichtigsten Fotospots reichen zwei bis vier Stunden vollkommen aus.
Braucht man ein Teleobjektiv?
Nein. Ein Weitwinkelobjektiv deckt die meisten Motive bereits hervorragend ab.
Kann man Volendam mit dem Smartphone fotografieren?
Ja. Viele Motive eignen sich perfekt für moderne Smartphones.
Ist Volendam oder Edam schöner?
Fotografisch hat mir persönlich Edam besser gefallen. Volendam bietet dafür die stärkeren Hafen- und Wassermotive.
Lohnt sich Volendam als Tagesausflug?
Definitiv. Besonders in Kombination mit Edam entsteht ein abwechslungsreicher Tagesausflug durch Nordholland.
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