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Von einer Überraschungsreise oder einer Fahrt ins Blaue hat sicher jeder schon einmal etwas gehört. Aber von einem komplett durchorganisierten Kurztrip, der die eigenen Interessen berücksichtigt und dabei Insider-Tipps liefert? Durch Zufall sind wir auf die Reiseplattform Unplanned gestoßen, die einem genau das bietet. Wie wir einen ungeplanten Streik von Ryanair, eine ungeplante Autopanne und eine ungeplante Riesenwelle gemeistert haben und welche Erfahrungen wir mit Unplanned.de gemacht haben, möchte ich hier mit Euch teilen.

Der Fragebogen für die ungeplante Reise

Eine Reise nach London oder Paris? Kann ich mir selber buchen. Aber genau an den Ort in Europa, von dem ich noch nicht wusste und an dem unsere Interessen zu 100% berücksichtigt werden? Das klang für uns von Anfang an spannend! Auf Unplanned.de kann man solch eine Überraschungsreise innerhalb Europas schnell und einfach buchen. Um Interessen, Budget und den eigenen Zeitrahmen kennenzulernen, muss man dazu zu Beginn einen Fragebogen ausfüllen.

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Eine Überraschungsreise kann man auch mit dem Smartphone buchen.

Wir fühlten uns schon vor der Reise sehr gut verstanden, hatten aber selbst bei der Beantwortung der Fragen keine Ahnung, welche Reiseziele damit überhaupt in Frage kommen. Am Ende des Fragebogens wurde uns noch die Frage gestellt, an welchen Orten wir in Europa schon einmal waren. Für uns war das sehr praktisch, da wir nicht noch einmal in den gleichen Ort reisen wollten. Der Auftrag am Ende des Fragebogens an Unplanned war klar: Organisiert uns einen Kurztrip mit einer Mischung aus Stadt & Natur!

Die Geschichte mit der Vorfreude

Vorfreude ist sicher die schönste Freude. Hätten wir von Anfang an gewusst, dass wir nach Irland fliegen, hätten wir uns anders gefreut und auf den Trip vorbereitet. Wir wussten drei Monate vorher, dass wir für 4 Tage im September wegfliegen. Aber natürlich nicht, wo es hingeht. Das macht übrigens auch Konversationen interessanter, wenn man sich nicht über das Reiseziel unterhält, sondern darüber gemeinsam rätselt.

Ein Monat vor unserer Reise wurden wir dann doch etwas nervöser. Wohin geht es jetzt eigentlich? In eine Stadt, die wir noch nicht kennen? Oder eher in die Natur? Eher gen Süden oder doch gar nicht so weit weg? Unsere Gedanken gingen zum einen Richtung Irland/Schottland und zum anderen Richtung Italien.

Eine Woche vor unserer Reise bekamen wir dann endlich unsere Flugtickets und die ganzen Informationen zu unserer Reise in einem schwarzen Briefumschlag zugeschickt. Pünktlich und perfekt, um sich endlich auf die Reise vorzubereiten. Also haben wir den Briefumschlag genommen und ihn sicher im Koffer verstaut. Diesen durften und wollten wir natürlich erst am Flughafen öffnen.

Aber ein bisschen konnten wir uns doch noch auf die Reise vorbereiten. Denn drei Tage vorher kam eine Mail von Unplanned mit einer Packliste, dem Abflughafen, der Abflugzeit und den Temperaturen vor Ort. Temperaturen um die 15 Grad wiesen eher auf ein Reiseziel gen Norden hin, die Handgepäckbestimmungen auf einen Flug mit Ryanair und das notwendige Universalladekabel auf Irland/England/Schottland. Der Hinweis, dass wir vor Ort einen Mietwagen haben würden, zeigte uns, dass wir auf jeden Fall die Natur erkunden würden.

Damit konnten wir drei Tage vor der Reise zumindest schon einmal einige Reiseziele ausschließen und unseren Koffer packen.

Die ungeplante Reise beginnt…

Einen Tag vor unserer Reise wurden wir noch einmal nervös. Da die Handgepäckbestimmungen auf Ryanair hinwiesen und genau am Abreisetag Ryanair zu einem großen Streik aufgerufen hatte, riefen wir kurzerhand Unplanned an. Für den Fall der Fälle. Sofort ging jemand ans Telefon und beruhigte uns. Ja, wir würden tatsächlich mit Ryanair fliegen, doch der Flug sollte stattfinden. Puh. Unplanned würde die Entwicklungen aber auch beobachten und uns ansonsten kontaktieren.

Am Abreisetag ging es dann aber endlich los. Die Sachen waren gepackt und der schwarze Briefumschlag mit dabei. Treffpunkt: Hamburger Flughafen. 9.30 Uhr.

Angekommen setzten wir uns auf eine Bank und holten den Briefumschlag aus unserem Rucksack. Die Spannung stieg. Wir zogen einen weißen Zettel heraus, auf dem stand: Doolin! Doolin? Okay, wir brauchten definitiv erst einmal das Travelbook und unsere Augen wurden immer größer!

Travelbook Unplanned
Da ist es. Das Travelbook mit allen Details der Überraschungsreise.

Doolin liegt an der Westküste Irlands! Wow – wir hatten recht mit unserer Vermutung! Das Travelbook, das in dem Umschlag mit dabei war, ist so individuell wie die eigene Reise. Auf insgesamt rund 20 Seiten stehen der Reiseverlauf, der uns schon hat Staunen lassen sowie nützliche Insider-Tipps, Reservierungen für Abendessen und die Hotels, in denen man übernachtet. Im Flugzeug war genügend Zeit, sich mit der Reise vertraut zu machen.

Tag 1: Anreise nach Doolin

Von Hamburg ging es also erst einmal nach Dublin und von dort aus mit dem Mietwagen an die Westküste. Im Travelbook stand schon, dass wir rund 3 Stunden brauchen würden. Mit Google Maps ausgestattet – die Offline-Karte haben wir uns noch schnell am Flughafen heruntergeladen – ging es dann Richtung Westen auf der Autobahn. Ankunftszeit: Ca. 18 Uhr. Das Landesinnere Irlands erschien uns auf der Fahrt nicht besonders spektakulär, auch wenn der Linksverkehr am Anfang ungewohnt war.

Nach guten zwei Stunden fuhren wir nahe Galway Richtung Zielort. Von hier aus sollte es nur noch über engere Straßen weitergehen. Wir merkten schnell, dass wir im Westen angekommen sind. Steinzäune an den Seiten, enge und hügelige Straßen. Was für ein Gefühl. Fast da zu sein. Unsere Unterkunft war ein Bed & Breakfast direkt im Nirgendwo in Doolin.

Mit Blick auf den wilden Atlantik. Wahnsinn! Doolin ist ein kleiner Ort, der sich auf mehreren Kilometern hinzieht und wo alle 100 Meter mal ein Haus steht. Nicht sonderlich spektakulär, aber gut als Ausgangspunkt für Trips geeignet. Für diesen Abend hatten wir auch schon eine Reservierung für ein Abendessen im Wild Honey Inn, eines der bekanntesten und besten Restaurants Irlands. Auch dieses ist in Doolin. In einer wirklich schicken Atmosphäre genossen wir es, angekommen zu sein und ein Irish Ribeye – wow!

Irish Ribeye im Wild Honey Inn
Das Irish Ribeye im Wild Honey Inn

Tag 2: Eine Überraschungsfahrt & Cliffs of Moher

Nach einem leckeren Frühstück im B&B mussten wir schon gegen halb 10 aus dem Hotel Richtung Hafen. Denn: Unplanned hatte uns eine Überraschungsschifffahrt auf eine nahe gelegene Insel gebucht! „Ihr könnt auch zum Hafen laufen“, wurde uns noch im B&B gesagt. Doch anstatt eine Stunde zu laufen, sind wir lieber mit dem Mietwagen in gut 10 Minuten zum Hafen gefahren. Wieder ein wahrer Wow-Moment. Das tosende Meer mit hohem Wellengang begrüßte uns bei typisch irischem Wetter.

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Wunderschön: Sandstrand auf Inis Oirr

Die Fähre, die uns auf Inis Oirr, eine der Aran Island-Inseln, bringen sollte, schwankte am Anleger, sodass alle nicht an Deck, sondern im sicheren Innenraum Platz finden mussten. Wir ganz vorne in der Mitte. Super Idee. „Wer schnell seekrank wird, sollte sich eher weiter hinten aufhalten“, meinte ein Mitarbeiter, als es los ging. Doch wir blieben sitzen. Wie heftig der Seegang war, sahen wir erst, als wir durch die Fenster nach draußen guckten und nur wasserüberzogene Scheiben sahen. Nach guten 30 Minuten war diese Fahrt aber auch überstanden.

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Auch ein Schiffswrack liegt auf Inis Oirr.

Auf der Insel angekommen, wurde das Wetter schlagartig besser. Wir nahmen eine Pferdekutsche und ließen uns über die Insel fahren. Toll! Rund dreieinhalb Stunden Aufenthalt hatten wir auf der 9 Quadratkilometer kleinen Insel und konnten vieles danach auch zu Fuß ablaufen. Einen wunderschönen Sandstrand, einen Leuchtturm und eine alte Burg auf einem Hügel, von dem man den totalen Überblick hatte.

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Einzigartig: die irische Landschaft. Hier der Leuchtturm auf Inis Oirr.

Zurück ging es dann auch mit der Fähre – aber an Oberdeck. Die Sonne schien, aber der Wellengang war genauso heftig wie auf der Hintour. Ich traute dem ganzen noch nicht und hatte meine Kamera sicher im wetterfesten Rucksack verstaut, als uns plötzlich eine Welle traf und wir komplett nass waren. Hammer!

Für den Nachmittag hatten wir uns die Cliffs of Moher – auch in der Nähe von Doolin – vorgenommen. Im B&B wurde uns gesagt, dass man in gut zwei Stunden zu den Klippen laufen kann. Die Landschaft eignet sich wirklich ideal zum Wandern, aus Zeitgründen haben wir uns aber auch wieder hier für das Auto entschieden. In guten 20 Minuten waren wir am Ziel: auf einem Parkplatz direkt bei den Klippen. Die Cliffs of Moher sind eines der touristischen Highlights an der Westküste Irlands.

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Was für ein Ausblick von Klippen auf die Cliffs of Moher.

Was wir dort erlebt haben, ist nicht in Worte zu fassen. Hier gewesen zu sein, muss man einfach erlebt haben. In rund 300 Metern Höhe konnten wir von jedem Fleck die einzigartigen Klippen sehen und das Meer unter uns. Es war regnerisch und stürmisch zugleich. Wolken kamen auf Augenhöhe auf uns zu und der Wind brachte uns fast dazu, umzudrehen, da man hier direkt am Abgrund laufen kann.

Rund 4 Stunden sind wir von dem einen zum anderen Ende der Klippen gelaufen bis um 19 Uhr plötzlich ein großer Regenschauer kam und auch generell nicht mehr so viel los war. Ab ins B&B!

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Zum Staunen und so fotogen. Die Cliffs of Moher.

Tag 3: Eine ungeplante Panne & Dublin bei Nacht

Tag 3 war unser letzter richtiger Tag in Irland. Hier hatten wir uns vorgenommen, den Wild Atlantic Way Richtung Galway zu fahren, um dort einen kleinen Zwischenstopp einzulegen. Unser Ziel abends sollte Dublin sein, da wir dort noch eine Übernachtung reserviert bekommen hatten.

Allein diese Strecke zu Beginn brachte uns dazu, oft anzuhalten und das ein oder andere Foto zu schießen, da die Landschaft hier am Atlantik so beeindruckend ist. Auf halber Strecke Richtung Galway blieb dann ganz ungeplant unser Mietwagen liegen. Klasse! Hatten wir doch noch eine rund dreistündige Fahrt nach Dublin vor uns! Die Mietwagenzentrale am Telefon war aber sehr freundlich und schickte direkt einen Abschleppdienst. Aus einer versprochenen Stunde wurden zwei und wir langsam unruhig.

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Der Wild Atlantic Way bietet so viele unglaubliche Fotomotive!

Doch auch diese Panne hatte seine positiven Seiten, da kurz bevor der Abschleppdienst kam, ein irisches Paar aus der Nähe anhielt und uns half, den Wagen wieder flott zu bekommen. Zwar vergeblich, aber ihr gerade gekauftes Mittagessen mit einer Flasche Wasser gaben sie uns. „Man weiß nie, wie lange man noch braucht und keine Möglichkeit zum Essen hat!“ Wow – wie freundlich! Auch der Mann, der das Auto dann abgeschleppt hat, war sehr freundlich und brachte uns bis nach Galway zur nächsten Mietwagenstation.

Immerhin konnten wir von Galway die Mietwagenstation sehen, hatten aber gegen 16 Uhr keine Zeit mehr, uns die Stadt noch näher anzuschauen. Wir entschieden, uns auf den Rückweg nach Dublin zu machen, um zumindest gegen Abend noch etwas von der irischen Hauptstadt zu sehen.

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Die Lobby von unserem Übernachtungshotel „The Dean“ in Dublin.

Gegen 19 Uhr kamen wir dann endlich in Dublin an. Den Mietwagen parkten wir in einem Parkhaus in der Stadt. Unser wirklich schickes Hotel „The Dean“ lag direkt in der Partymeile von Dublin. Aus dem Frühstücksraum am Vormittag wurde abends eine Disco, in der ein DJ Musik auflegte.

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In Dublin war so unfassbar viel los auf den Straßen.

Wir machten uns schnell auf den Weg in die Stadt, da wir Hunger und Durst hatten. Dass diese Stadt lebt, merkten wir schnell, als wir an so vielen Menschen und Pubs vorbei liefen. Wir liefen an ein paar schönen Fotomotiven vorbei, hielten uns kurz auf dem „German Oktoberfest“ auf und genossen den restlichen Abend in einem Pub. Dublin im Schnelldurchlauf – macht Lust auf mehr!

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Dublin bei Nacht mit dem Wahrzeichen der irischen Hauptstadt.

Tag 4: Abreise

Geschafft vom Vortag mussten wir an unserem Abreisetag schnell zum Flughafen, den Mietwagen abgeben und dann um 9.30 Uhr wieder zurück nach Hamburg. Wir waren etwas spät dran und mussten rund 45 Minuten am Security-Check warten, sodass wir erst um kurz nach 9 hier durch waren. Passend, dass das Gate am weitesten vom Security-Check entfernt war und wir so schnell wie noch nie zum Gate gerannt sind, um den Flieger nicht zu verpassen. Den bekamen wir aber auch noch!

Auf dem Rückflug und die Tage danach wurde uns erst einmal so richtig bewusst, was für eine tolle Reise wir hinter uns hatten.

Mein Fazit

Der ungeplante Kurztrip nach Irland war einer der schönsten Urlaube in diesem Jahr! Vor allem weil es so abwechslungsreich war. Die Vorgabe, einen Mix aus Stadt & Natur zu erleben, wurde zu 100% erfüllt. Irland als Reiseziel hatten wir schon etwas länger im Hinterkopf, aber keine konkreten Bilder dazu im Kopf. Wer die Westküste Irlands richtig entdecken möchte, braucht hierfür sicherlich mehr als eine Woche. Die Reise, so wie sie für uns gebucht wurde, hätten wir uns sicher nicht so getraut, zu buchen. Aber genau das ist das spannende. Sich auf etwas ungeplantes einzulassen in dem Wissen, dass die eigenen Interessen berücksichtigt werden.

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